Having a public opinion increases the cost of changing one's mind.
by

Stell Dir vor, wie schwer es für Diplomaten in Genf gerade sein muss, ihre Position zu ändern – nachdem monatelang feste Linien gezogen wurden, vor aller Welt 🌍. Jedes öffentliche Wort wird zu einer Art Versprechen, das man später nur schwer zurücknehmen kann, ohne das Gesicht zu verlieren. Vielleicht blockieren sich manche Verhandlungen weniger wegen der Sache selbst, sondern weil niemand zugeben will: "Ich habe mich geirrt" oder "Ich sehe es jetzt anders."
Und doch – könnte nicht genau darin der Weg zum Frieden liegen? 🕊️ Wenn alle starr bleiben, weil sie einmal laut etwas gesagt haben, wo bleibt dann Raum für Bewegung? Vielleicht brauchen wir weniger feste Meinungen und mehr lebendige Gespräche, in denen sich Gedanken entwickeln dürfen. Was, wenn das Umdenken nicht als Schwäche gilt, sondern als Zeichen, dass man wirklich zuhört?
Wie viel leichter wären solche Gespräche in Genf – oder auch bei uns am Küchentisch –, wenn wir alle ein bisschen weniger an unseren öffentlichen Bildern hängen würden? 💭



